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Liebe Leserinnen und Leser,
Sie kennen sicher den Spruch von Konrad Lorenz „Gesagt ist noch nicht gehört,
gehört noch nicht verstanden usw.“. Bei den eigenen Veranstaltungen liegt es in Ihrer Hand ob Ihre Gäste,
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zuhören, verstehen, emotional bewegt sind, aktiv mitwirken, sich
engagieren.
Wie das gelingt, ist langjähriges Know-How aus der Personal- und
Organisationsentwicklung. Trotzdem gleichen noch viele Fach- und Jahrestagungen, Kunden- und
Mitgliederveranstaltungen einem monotonen Frontalunterricht. In den updates
09-08 und 11-08
waren Kriterien für die Wahl der Methoden, der Dialog als Gesprächsprinzip sowie künstlerische Methoden und
die Dramaturgie unser Thema. Lassen Sie sich nun von Beispielen von Veranstaltungen mit Methoden aus
Training und Beratung inspirieren.
Herzlich
Helga Stattler
topic
Das Ende der Frontalberieselung
Bei der SciCom08, der Tagung für Wissenschaftskommunikation in Wien, waren sich
sogar die Wissenschaftler darüber einig, dass das Konzept der „Defizitkommunikation“ – also ein vermeintlich
unwissendes Publikum mit den Segnungen der Wissenschaft vertraut zu machen – ausgedient hat. Die
Kommunikation müsse „symmetrisch“ verlaufen, man solle voneinander lernen.
Bei Seminaren, Workshops und Konferenzen werden interaktive Methoden seit den
80er-Jahren immer selbstverständlicher. Nach einem Kongress im Jahr 1984 mit aufwändiger Vorbereitung bekam
der Organisationsberater Harrison Owen das Feedback, das Beste wären die Kaffeepausen gewesen. Er überlegte:
Wie kann eine Veranstaltung ablaufen, die nur noch aus Kaffeepausen besteht? Das war die Geburtsstunde von
„Open Space“ und der Entwicklung und weltweiten Verbreitung von Methoden, die aus passiven TeilnehmerInnen
aktiv Mitwirkende machen. Diese Gründungslegende, die Coffee-break-Metapher, hat vielleicht auch eines der
neueren Formate, das World Café inspiriert.
Wenn es bei Ihrer Veranstaltung, z.B. einer Fachtagung, darum geht, zwanglos
Kontakte zwischen Personen zu knüpfen, die sich erstmals treffen und sofort offen über eine konkrete Frage
diskutieren sollen, oder wenn eine interdisziplinäre Gruppe ihr breites Know-how zusammenführen soll, dann
könnte World Café die richtige Methode sein. Könnte! Aber entscheiden Sie sich nicht nur dafür, weil das
gerade „in“ ist.
Um aus der Vielfalt dieser Methoden, von der Zukunftskonferenz bis zu Appreciative
Inquiry, von Speed Dating bis zum Metalog, die richtigen zu wählen, muss man wissen, wie sie funktionieren,
was die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Ablauf sind und schon viel Erfahrung in der Begleitung
solcher Veranstaltungen gesammelt haben. Das Design muss für die Zielsetzung und die beteiligten Menschen
maßgeschneidert werden.
Unser Anspruch ist darüber hinaus, diese Methoden in einen durchkomponierten Ablauf
organisch zu integrieren und so aus der Veranstaltung von der ersten Information bis zu der Kommunikation
nachher einen erlebnisreichen Gesamtprozess zu machen.
Wenn Sie Beschreibungen dieser Methoden oder Beispiele der Anwendung suchen, dann
werden Sie bei „all-in-one-spirit“ fündig. Matthias zur Bonsen hat Pionierarbeit zur Verbreitung innovativer
Methoden für Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum geleistet. Deshalb verweise ich gerne auf seine Site,
auf der Sie eine Fülle von Informationen finden. Beschreibungen der Methoden gibt es unter der Rubrik
Artikel, Praxisbeispiele, Materialien und Tipps unter Ressourcen.
www.all-in-one-spirit.de >
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reflection
Planungsprofis und Improvisationskünstler
Gibt es für Ihre Veranstaltungen einen genauen Ablaufplan, der allen Mitwirkenden
bekannt ist? Das wollen wir doch hoffen. Aber dann beginnt die Live-Veranstaltung mit all dem
Unvorhergesehenen, das „live“ eben so mit sich bringt. Was haben wir da nicht schon alles erlebt, was
OrganisatorInnen ganz augenscheinlich aus der Fassung bringt. Vom Keynote-Speaker, dessen Flugzeug
Verspätung hat, den üblichen technischen Pannen bis zu den kommunikationsfreudigen Teilnehmern, die nach der
Pause (sic!) nicht ins Plenum zum nächsten Vortrag kommen wollen.
Je mehr Freiheit und Raum Sie der Interaktion und Mitwirkung des Publikums geben,
desto mehr ist die Flexibilität der Planungsprofis und die Kunst der Improvisation gefragt. Und zwar im
Sinne von Aufmerksamkeit, einfühlsamen Zuhören, Sensibilität für den richtigen Zeitpunkt, für Beschleunigung
oder Entschleunigung, für mutige Entscheidungen das Geplante zu ändern, für ehrliche Kommunikation, für die
spontane Interaktion mit dem Publikum, um die Bedürfnisse im Raum und die eigenen Ziele zu verbinden. So
verstanden setzt Improvisation hohes Können und Professionalität voraus.
Als Metapher fällt mir hier die Musik ein. Improvisation gibt es nicht nur im Jazz.
Musik entsteht aus der Improvisation, wird in Noten festgeschrieben und lädt wieder zu neuen Variationen
ein, sowohl Komponisten als auch Interpreten. Pausen, Lautstärke, Klang, Rhythmus, Raumakustik beeinflussen
Musikerleben und werden genauso bei Veranstaltungen – wenn auch oft unbewusst – wahrgenommen.
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report
Moderationskunst als Schlüssel
Wie kann ein langjährig gewohntes Veranstaltungsformat vom Frontalvortrag zur
lebendigen Fachdiskussion entwickelt werden? Lesen Sie dazu unser Projektbeispiel "Moderationskunst
als Schlüssel".
Lust auf mehr Beispiele aus der Praxis?
Hier klicken! >
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tip
Musik und Inspiration
In der Reihe „Führungskunst“ zeigt der Solist und Querdenker Miha Pogacnik, dass
Führungskräfte nur mit Inspiration, Kreativität und Leidenschaft das volle Potenzial ihrer Unternehmen
ausschöpfen können. Sein Instrument ist die Geige, sein Medium eine Bachfuge. Kann Musik semantische
Bedeutungen annehmen? Wie nahe sind sich Musik und Sprache? Kann ein Künstler durch musikalische
Interpretation von Management-Prozessen gewohnte Denkmuster aufbrechen? Veränderung – Panik – Loslassen –
Innovation – Integration im Verlauf eines Musikstücks. Das Finale ist jedenfalls motivierend. So sollte auch
der Funke im Laufe einer schwierigen, kontroversiellen Diskussion überspringen, wenn ein gemeinsames
Ergebnis geboren wird. Zum Beispiel bei einem Kick-off-Meeting.
Die 6 Kurzvideos sind auf folgender Site zu sehen und hören:
www.focus.de/karriere
(Tipp: runterscrollen zu Videos ... und die Werbung ertragen)
Veranstaltungen als Orte der Kommunikation
"Offline" heißt einer von neun gesellschaftlichen Trends, die Matthias Horx und
sein Zukunftsinstitut im neuen Trendreport 2009 vorstellen. Die neue Offline-Kultur ist ein klassischer
Gegentrend zur immer mehr ansteigenden elektronischen Vernetzung. Das heißt nicht, dass die neuen Medien
verweigert werden, sondern es geht um eine bessere Balance zwischen virtueller und realer Welt. Soziale
Orte, wo man sich real begegnet, sind wieder gefragt. Die Mitglieder von Internet-Netzwerken wie Xing
organisieren zum Beispiel verstärkt lokale Veranstaltungen um Kontakte mit den Menschen zu knüpfen, die sie
nur von ihren Profilen kennen.
Lernprojekt „Veranstaltung“
Erhöhen Sie die Qualität Ihrer Veranstaltung auch bei geringeren Budgets. Nicht
immer ist Outsourcing die beste Lösung. Machen Sie Ihre Veranstaltung zu einer Praxisfallstudie für Ihre
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, fordern und fördern Sie sie. Das interne Know how und die Motivation Ihres
eigenen Teams ist besonders wertvoll. Gäste und Teilnehmer Ihrer Veranstaltung werden merken, dass mit Hirn
und Herz geplant und organisiert wurde. Und die MitarbeiterInnen lernen, ein komplexes,
bereichsübergreifendes Projekt zu managen, kreative Ideen zu verwirklichen und erhöhen lustvoll ihre
Fähigkeit zur Zusammenarbeit. Die professionelle Begleitung des Projekts unterstützt Ihr Team dort, wo Know
how benötigt wird. Genau das ist unser Arbeitsprinzip und Ihr Nutzen.
Laden Sie uns zu einem Gespräch ein – wir informieren Sie gerne darüber wie wir
vorgehen:
t +43 1 4801417 oder m +43 676 7801417
office@veranstaltungsdesign.com
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„Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man daraus macht.“
Jean Anouilh
Vorschau auf VeranstaltungsDesign update 03-09
Im nächsten Newsletter setzen wir die Serie über die vielfältigen Methoden für
Veranstaltungen mit Methoden aus der Wissenschaft fort, zum Beispiel Delphi-Methode, Motivforschung,
Tiefeninterview, interdisziplinäre Forschungsmethoden.
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Über Ihr Feedback und Anregungen freuen wir uns!
Wir sprechen in allen Texten sowohl Leserinnen als auch Leser an. Alle
personenbezogenen Formulierungen im Text beziehen sich also auf weibliche und männliche Personen, auch für
den Fall, dass es im Text nicht ausgeschrieben ist.
archiv
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